Beitrag vom: 30. März 2017

Faszination eSports

eSports ist längst raus aus der Nische und viel mehr als eine kuriose Randsportart. Ganz im Gegenteil: In Asien werden Spitzen-eSportler wie Superstars gefeiert. Auch international haben Mega-eSports-Events inzwischen ein Millionenpublikum und füllen große Hallen.

Der Begriff eSport ist die Abkürzung für „elektronischen Sport“ und bezeichnet das wettbewerbsmäßige Spielen von Computer- und Videospielen. In der jüngeren Zielgruppe von 16-24 Jahren hat jeder zweite Internetnutzer bereits von eSports gehört. Bei den 25-34 Jährigen sind es noch 46%. Die berühmtesten Spiele sind Counterstrike (ein Online-Taktik-Shooter), League of Legends (eine Multiplayer Online Battle Arena), Starcraft II (ein Echtzeit-Strategiespiel) und die aktuelle Version von FIFA (ein Fußball-Simulationsspiel).

Im Fußball genießt eSports große Beliebtheit. Zusätzlich zu der „realen“ Fußball-Bundesliga gibt es in Deutschland mittlerweile zwei eSport-Ligen, die u.a. auf dem FIFA-Spiel basieren – die Virtuelle Bundesliga (VBL, offizielle Liga der DFL BUNDESLIGA) und die European Sports League (ESL).

Durch die immer weiter steigende Aufmerksamkeit auf diese Events und die wachsende Anzahl an Spielern, steigt auch das Interesse von werbetreibenden Unternehmen als Partner für die Teams oder die Turniere tätig zu werden. Nicht zuletzt gibt es Turniergelder in Höhe von bis zu 18 Millionen Dollar weltweit zu gewinnen. Offiziell gibt es keine Weltmeisterschaften, aber es gibt drei große Turniere die „World eSports Championships (Games)“, die „World Cyber Arena“ und der „Electronic Sports World Cup“.

Auch auf der Medienseite steigt die Bedeutung der Sportart. Die komplette K.o.-Phase der VBL zeigt Sport1 als Medienpartner am 15. und 16. April 2017 auf Sport1.de sowie via Facebook und YouTube im Livestream.

Im internationalen Vergleich hinkt die eSports-Faszination in Deutschland noch etwas hinterher, holt aber mächtig auf. Bei einem Turnier in der Commerzbank-Arena 2015 waren fast 30.000 Zuschauer anwesend. Über eine Millionen Zuschauer verfolgten das Event parallel online. Fußballmannschaften wie der VFL Wolfsburg oder auch der FC Schalke 04 haben offizielle Teams in den eSports-Ligen. Werbemöglichkeiten gibt es in diesen Umfeldern reichlich, wie der Einsatz von Online-Bannern oder das Sponsern eines Teams oder eines Events. Der Uhrenhersteller TAG Heuer bspw. hat die Namensrechte der Virtuellen Bundesliga gekauft, weshalb diese nun offziell „TAG Heuer Virtuelle Bundesliga by EA SPORTS FIFA 17“ heißt. Zu den bisherigen Sponsoren der ESL gehören unter anderem Werbetreibende wie Warsteiner, Wüstenrot, Gerolsteiner oder Monster (Energydrink).