Beitrag vom: 16. Oktober 2019

Aktuelle Mediatrends

Die Vielzahl an Medien und Werbekanälen führt immer mehr dazu, dass Konsumenten das Gefühl erhalten die Inhalte müssten zu ihnen kommen und solche die es nicht tun, seien es eben nicht wert. Eigeninitiativen der Konsumenten in der Informationssuche werden seltener. Hierdurch wird es für Werbungstreibende immer schwieriger ihre Botschaften an genügend Leute zu bringen. Hierdurch ergibt sich, gerade auch für Mediaagenturen, die Frage nach der richtigen Strategie für ihre Kunden. In der aktuellen Ausgabe der W&V werden im Hinblick auf diese Thematik fünf große Mediatrends diskutiert.

Einer dieser Trends nimmt die immer stärker geforderte reine Beratung der Mediaagenturen als Einzelleistungen in den Fokus. Hier käme es oft zu dem Problem, dass solche Leistungen über einen schnellen Anruf bei der Mediaagentur abgewickelt werden würden. Besteht hier die Gefahr, dass eine leistungsgerechte Entlohnung entfällt?

JOM-Geschäftsführer Benjamin Gröning sagt dazu: “Anfragen zu reinen Beratungsmandaten häufen sich in letzter Zeit. Von klassischen Zielgruppenableitungen über Markt-Media-Studien bis zur Bewertung von Spotkreationen:  Unsere vielfältige Expertise ist gefragt, weil es angesichts der Diversifizierung von digitalen Medien und Zielgruppen eine große Unsicherheit gibt, wo noch wer wie erreicht werden kann. Gerade wenn Unternehmen den Mediaeinkauf selbst vornehmen, was beispielsweise durch Entwicklungen wie Programmatic Buying erleichtert wird, werden Beratungsleistungen eigens vergütet und nachgefragt.” Solch eine Beratung schließe außerdem keine Folgeaufträge aus, so Gröning.

Ein weiterer identifizierter Trend behandelt die häufige Werbeüberflutung auf verschiedenen Kanälen. Der häufige Fehler sei meist die reine Fokussierung auf Abverkaufsmarketing, welche dem Unternehmen auf lange Frist schaden könne. Gerade bei dem nach wie vor sehr effizientem, klassischem Medium TV sei die Überflutung deutlich. JOM setzt hier das Smarter-Media-Konzept ein. Markenbekanntheit wird vor allem durch Erst- und Sonderplatzierungen und reduzierten Umfeldern erreicht. So kann auch mit vergleichsweisem geringem Budget eine hohe Bekanntheit durch das klassische Medium gewährt werden.

Zusätzlich sehen wir noch weitere Top Trends im Werbemarkt 2020: 

Zum einen wird es durch die veränderte Bewegtbild-Nutzung eine weiteren Schub geben. Netflix, sowie auch Amazon Video werden immer mehr gedrängt, sich werblich zu öffnen.

Weiter erwarten wir, dass Adressable-TV mit echter Spot-Überblendung an Reichweite gewinnt. Der programmatische Einkauf wird im Zuge der Digitalisierung an Bedeutung zulegen.  Auch wird es eine Renaissance der “klassischen” Medien, die abseits der digitalen Kanäle neue Wege gehen, geben.

Das Thema Influencer Marketing dürfte weiter wachsen, jedoch werden langfristige Markenpartnerschaften und Branchenspezialisierungen stärker gefragt sein.

Zuletzt sollte auch die Entwicklung bei Voice betrachtet werden. Mit Smartspeakern haben wir mit mittlerweile 12 Mio. Nutzern eine echte Massenreichweite in Deutschland. Dies ist insbesondere auch in Bezug auf Zielgruppen-Targeting sehr interessant.