Beitrag vom: 4. November 2019

Streamingdienste & Werbemöglichkeiten

 

 

 

 

 

Streaming-Dienste machen es Werbetreibenden zur zeit nicht leicht. Schwieriger wird es besonders die jüngeren Zielgruppen zu erreichen. JOM Team Lead Digital Consulting, Katharina Wildau weiss, dass eine Verlagerung stattfindet. „Ich verliere im klassischen TV an Sehdauer und Reichweite und kann das über die Streamingdienste auffangen. Wenn ich vor fünf oder zehn Jahren eine bestimmte Reichweite haben wollte, dann ging das über klassischen TV only. Heute brauche ich bei bestimmten Zielgruppen einen Streaminganteil von 30 bis 40 Prozent.”

Klassische Sender sind dabei ihre Modelle neu auszurichten, so JOM Geschäftsführer Roland Köster. “Die Modelle, die sie vorher hatten, dümpelten so rum und lagen bei der Nutzung deutlich hinter Netflix, Amazon und Sky. Da gehen sie jetzt dagegen an.”.

Auf die Frage ob Werbung auf Netflix & Co. wünschenswert wären, weiss Roland Köster:  „Es kämpfen alle um die guten Flächen. Zu wünschen wäre deshalb schon, dass man sich bei Netflix irgendeine Idee oder Lösung einfallen lässt, wie man Werbung integrieren könnte. Irgendwann werden sich die Streamingdienste annähern, die wissen ja auch, was da für Werbegelder schlummern. Auf Sky funktioniert das auch mit ganz kurzen Werbeblöcken.“.

Über die Werbemöglichkeiten auf YouTube sagt Katharina Wildau: „Bei YouTube ist der Content, der hinter dem Spot steht, in der Regel recht kurz. Entsprechend ist die Bereitschaft eingeschränkt, auch einen längeren Spot zu konsumieren. Es bietet sich deshalb an, einen kürzeren Spot einzusetzen. YouTube bietet zwar Bewegtbild an, ist aber ein riesiges Sammelsurium von Content, jede Form von Interessierten schaut da zu. Es geht also darum, genau die richtigen Inhalte als Umfeld herauszufiltern. Das ist viel Handarbeit.“