Beitrag vom: 29. August 2019

Werbemarkt: Auf der Suche nach den Euros

 

 

 

 

 

Betrachte man Statistiken von Nielsen zum Werbemarkt genauer, ergäbe sich oft ein Probleme. Das Marktforschungsunternehmen ließe stark gebuchte Werbekanäle, wie Google,Facebook und Amazon, oft außer acht. Dieses Problem thematisiert HORIZONT unter anderem in dem Artikel “Auf der Suche nach den Euros”  vom 29. August.

Betrachtet man die Werbeeinnahmen der drei Kanäle, werde schnell deutlich, dass diese nicht unwesentlich für die Werbemarktentwicklung seien. Anhand des Nielsen Advertising Pressure Index (NAPI) ließe sich der prozentuale Anteil der einzelnen Werbeformen an den gesamten Brutto-Werbeaufwendungen ablesen. Hierbei sei auffällig, dass der Search-Anteil mittlerweile schon der drittgrößte Werbekanal hinter TV und Print ist. Jedoch ergaben sich nach Errechnungen von OMG geringere Netto-Spendings für Search.

Weitere Abweichungen seien auch bei der Prognose der YouTube Gesamtspendings zu beobachten. Diese lägen auf das Jahr hochgerechte bei 408 Millionen Euro, statt wie von OMG berechnet bei 500 Millionen Euro. Es sei also schwierig den wahren Anteil zu ermitteln.

TV habe im 1. Halbjahr wieder den größten Anteil aller Werbeausgaben. Der Anteil sei nicht erhöht wurden können, da weniger aber längere Spots geschaltete wurden. Nehme man den Juli mit in die Berechnung ergebe sich ein Anstieg von 0,1 Prozent. Hierfür könne der Fußball-WM im vergangen Jahr ein großer Einfluss zugesprochen werden. JOM-Geschäftsführer Henning Ehlert sagt „Man könnte überspitzt formuliert sagen, TV stützt beziehungsweise trägt in den Sommermonaten den Werbemarkt, der insgesamt im Vorjahresvergleich nur marginal gewachsen ist“. Nach ihm könnten die traditionellen niedrigeren Preise im Sommer  ein weiterer Grund für den Anstieg sein.

Die Gattung Print müsse nach HORIZONT im Gegensatz einen Abgang in der Anzahl der Anzeigen, sowie im Volumen verzeichnen.