Marketing in Zeiten von Multikrisen: 3 Fragen an einen Professor für Markenführung
Professor Carsten Baumgarth, Marketing-Experte mit besonderem Fokus auf Markenführung, gibt im Interview eine Einschätzung zu Marketingstrategien in Zeiten von Multikrisen.
Marketing in Zeiten von Multikrisen: 3 Fragen an einen Professor für Markenführung
Wir haben Professor Dr. Carsten Baumgarth, einen ausgewiesenen Marketingexperten mit Schwerpunkt Markenführung an der HWR Berlin, zum Thema Marketingstrategien in Zeiten von Multikrisen befragt.
- Befinden sich Marken in Krisenzeiten wird schnell im Marketing der Rotstift angesetzt, aber ist das Ihrer Meinung nach eigentlich sinnvoll?
- Wie beurteilen Sie und die Forschung das Vorgehen „Shrinkflation“ von Marken?
Doch Marken müssen sich nicht nur in externen Polykrisen behaupten, sondern verursachen auch aus sich selbst heraus Krisen (Verfehlungen, Service- und Produktfehler). Bislang gibt es viele Einzelergebnisse, aber noch keine integrative Markenkrisentheorie.
- Was würden Sie Marken mit Blick auf die Zukunft empfehlen?
- Marken, die durch Produktgestaltung, Kommunikation, Shopdesign etc. ein Gefühl der Erdung und Nähe bei den Konsument:innen erzeugen können, erzielen eine deutlich höhere Präferenz und Preisbereitschaft.
- Marken, die ihre Produkte im Handel – insbesondere im Supermarkt – anbieten, müssen sich darüber bewusst sein, dass das altbekannte Eye Level von Produkten im Regal nicht der Buy Level ist. Die optimale Höhe befindet sich ca. 30 bis 40 cm unterhalb der Augenhöhe.
- Plattformen werden immer wichtiger, aber Marken können nicht nur mit Handelsplattformen wie Amazon oder Check24 kooperieren, sondern auch eigene Markenplattformen aufbauen. Die Markenhersteller können die eigene Plattform aus den Modulen Transaktion, Orientierung, Community, Inspiration und Benchmarking gestalten.