Third-Party-Cookies und die nie enden wollende Cookiekalypse
Eine Einschätzung von Dustin Tschentscher, Geschäftsleiter JOM Group, zum Cookie-Chaos bei Apple und den cookieless Alternativen.
Third-Party-Cookies und die nie enden wollende Cookiekalypse
Eine Einschätzung von Dustin Tschentscher, Geschäftsleiter JOM Group, zum Cookie-Chaos bei Apple und den cookieless Alternativen
Seit der Einführung von Apples Intelligent Tracking Prevention (ITP) im Jahr 2017, mit der das Third-Party-Tracking im Safari-Browser stark eingeschränkt wurde, ist in der Branche immer wieder vom „Cookie-Sterben“, dem „Cookie-Aus“ oder sogar der „Cookiekalypse“ die Rede. Der Grund für das anhaltende Interesse an diesem Thema liegt in mehreren Entwicklungen: dem Nachziehen weiterer Browser, verschärften Datenschutzregulierungen sowie einem zunehmenden Bewusstsein der Nutzer:innen für ihre Daten.
Richtig an Fahrt aufgenommen hat die Debatte mit der Ankündigung von Google, das Third-Party-Tracking auch im Chrome-Browser beenden zu wollen. Dieses geplante „Aus“ wurde allerdings mehrfach verschoben. Ende 2024 folgte dann die überraschende Wendung: Google kündigte an, nun doch an Third-Party-Cookies festzuhalten – allerdings in einer Variante mit nutzer:innenfreundlicherer Zustimmungserhebung. Wie zu erwarten war, wurde auch diese Aussage mittlerweile wieder relativiert.
Fazit: Eigentlich bleibt alles wie es ist – oder doch nicht?
In der Realität zeigt sich ein anderes Bild: Der Übergang von cookiesbasiertem Tracking hin zu cookieless-Alternativen ist längst im Gange – und zwar stetig und fließend. Ein Blick auf die aktuelle Browsernutzung in Deutschland verdeutlicht das: Zwar liegt der Marktanteil von Google Chrome mit knapp über 50 % weiterhin an der Spitze, doch die übrigen rund 50 % entfallen auf Browser, die bereits heute weitgehend ohne Third-Party-Cookies auskommen oder diese stark einschränken.
Für Werbungtreibende bedeutet das: Cookieless ist kein Zukunftsthema – es ist bereits Realität.
Wer heute effiziente Mediaplanung betreiben will, kommt um cookieless-Alternativen nicht mehr herum – besonders bei der präzisen Zielgruppenansprache und bei performanceorientierten Kampagnen. Die gute Nachricht: In den vergangenen Jahren haben sich vielversprechende Alternativen etabliert, die Werbetreibende jetzt aktiv in ihre Strategien integrieren sollten.
Hier sind vier vielversprechende Ansätze, die sich zunehmend im Markt etablieren:
- First-Party Data
Der Aufbau und die strategische Nutzung von First-Party-Daten sollte daher im Zentrum jeder cookieless Strategie von Werbungtreibenden stehen.
- Kontextuelles Targeting
- ID-basierte Lösungen
- Choice-Based Advertising
Fazit: Auch wenn die Third-Party-Cookies noch nicht endgültig verschwunden sind, ist klar: Wer zukunftsfähiges Digitalmarketing betreiben möchte, muss sich mit alternativen Lösungen auseinandersetzen.