DMEXCO 2026: Viele Gespräche, neue Impulse und eine Menge Frozen Yogurt
Zum zweiten Mal in fast 30 Jahren JOM waren wir mit einem eigenen Stand auf der DMEXCO, Europas führender Fachmesse und Konferenz für digitales Marketing und Technologie, in Köln vertreten.
Recap DMEXCO 2026
Zweieinhalb Tage, 30 Quadratmeter Standfläche, zahlreiche Gespräche, knapp 800 ausgegebene Frozen Yogurts und über 750 neue Newsletter-Anmeldungen: Das war für uns die DMEXCO 2026.

Auftakt zur DMEXCO: „ENTERTAIN YOUR AUDIENCE“
Für uns begann die DMEXCO bereits am 22. September. Gemeinsam mit Banijay Media Germany und Samsung Ads EMEA hatten wir rund 20 Marken- und Media-Verantwortliche zu unserem Pre-Event „ENTERTAIN YOUR AUDIENCE – Aufmerksamkeit. Relevanz. Wirkung.“ eingeladen.

(Ausgewählte Gäste mit Moderator Sebastian Pufpaff und JOM-Kolleg:innen Carmen Lehmann und Niklas Redondo im „TV total“-Studio.)
Auf eine Studioführung und eine Live-Aufzeichnung von „TV total“ folgten kurze Impulse, unter anderem von unserem Kollegen und Director Strategy Consulting Stephan Zinn, sowie Diskussionen über die Frage: Wie schaffen Marken in einer Welt voller Content, Plattformen und permanenter Kommunikation noch echte Aufmerksamkeit?
Branded Entertainment und neue Content-Formate können darauf, in Zusammenspiel mit anderen Maßnahmen, eine Antwort sein. Vor allem aber war dieser Nachmittag ein guter Einstieg in zwei Tage, in denen es immer wieder genau um dieses Thema ging: Wie entsteht heute noch Wirkung?
Zwei Messetage voller Gespräche und Impulse
Am 23. September öffnete dann die DMEXCO für zwei Tage ihre Türen. Unser Stand war an beiden Tagen nahezu durchgehend gut besucht und neben vereinbarten Terminen ergaben sich viele spontane Gespräche mit Kund:innen, Unternehmen und Partner:innen.
Doch nicht nur die Gespräche bei uns am Stand sorgten für neue Perspektiven, auch die Vorträge unserer JOM-Kolleg:innen lieferten wertvolle Impulse.
JOM-Geschäftsführer Sai-Man Tsui: „Ad Fraud & Bot Traffic – Brauchen wir ein Human Targeting?“

Ad Fraud-Experte und JOM-Geschäftsführer Sai-Man Tsui zeigte in seinem Impulsvortrag „Ad Fraud & Bot Traffic – Brauchen wir ein Human Targeting?“, wie Bot-Traffic die Bewertung digitaler Kampagnen verzerren und falsche Investitionsentscheidungen begünstigen kann. Durch KI können Agenten künstlichen Traffic erzeugen und menschliches Verhalten immer besser imitieren. Besonders anfällig ist CTV, unter anderem aufgrund hoher Nachfrage, zahlreicher Reseller und fehlender technischer Standards.
Wie weit das gehen kann, verdeutlichte ein Beispiel: WLAN-fähige Kühlschränke wurden als CTV-Ad-Slots ausgegeben und für Ad Requests genutzt, obwohl dort nie ein Werbespot lief.
Sai-Mans Empfehlung: Kampagnen nicht blind auf einzelne KPIs optimieren, sondern ihre Ausspielung und Ergebnisse auf Plausibilität prüfen. Ad Fraud lässt sich nicht vollständig verhindern – umso wichtiger ist es, den Output zu hinterfragen.
JOM-Geschäftsführer Volker Neumann: „Werbewirkung neu denken – Warum mehr Daten nicht automatisch zu mehr Wachstum führen“

Auf der Future TV Stage stellte JOM-Geschäftsführer Volker Neumann die Frage, ob Marketing tatsächlich Werbewirkung misst, oder vor allem das, was sich schnell messen lässt. Klicks, Views, CTRs und Leads zeigen, was passiert, aber ob Werbung langfristiges Wachstum bewirkt, lässt sich daraus allein nicht ablesen.
Wer nur auf kurzfristige Effizienz setzt, riskiert, den Aufbau der Marke und ihrer mentalen Verfügbarkeit zu vernachlässigen. Auch ein niedriger TKP sagt wenig darüber aus, wie intensiv Werbung wahrgenommen wird. Volkers Fazit: Werbewirkung muss über einzelne Plattformkennzahlen hinaus betrachtet werden.
JOM-Kollegin und Senior Art Director Elena Tubbesing: „Don't make Ads. Make something happen.“

Im DMEXCO-Vortrag unserer Kollegin und Senior Art Director Elena Tubbesing ging sie der Frage nach, was Werbung leisten muss, um Aufmerksamkeit zu gewinnen und im Gedächtnis zu bleiben. Laut einer genannten Metastudie bestimmt die Kreation 49 % des Werbeerfolgs. Trotzdem werde häufig an Zielgruppen, Placements und Budgets optimiert, während die Wirkung der Werbemittel selbst weniger Beachtung finde.
Für Elena müssen Idee, Zielgruppe, Ziel und Umfeld von Anfang an zusammenpassen. Eine Botschaft auf einem Digital-Out-of-Home-Screen am Bahnhof muss beispielsweise schneller erfassbar sein, als eine Botschaft im Social-Media-Umfeld.
Ihr Fazit: Media und Kreation müssen zusammengedacht werden.
Standparty mit Djane Mira Falkenstein

Am Abend des ersten Messetages läuteten wir mit guter Musik von DJane Mira Falkenstein, kühlen Drinks und leckeren Snacks unsere Standparty ein.
Am zweiten Messetag wurden noch die letzten Termine wahrgenommen, die übrigen Frozen Yogurts zubereitet und abschließende Gespräche geführt, bevor die DMEXCO 2026 für dieses Jahr ihre Türen wieder schloss.
DMEXCO 2026: Unser Fazit
Gerade in einer Zeit, in der sich Media enorm schnell verändert – durch KI, neue Plattformen, Retail Media, CTV, neue Formen der Messung und eine immer stärkere Fragmentierung – brauchen wir Orte für Austausch und Orientierung. Orte, an denen Themen auf die Agenda kommen, die vielleicht wenige Monate zuvor noch keine waren. Genau das bietet für uns die DMEXCO.
Für uns als unabhängige Mediaagentur kommt ein weiterer Punkt hinzu: Sichtbarkeit. Wir wollen mit unserer Perspektive im Markt präsent sein, diskutieren und auch widersprechen, wenn wir Dinge anders sehen. Gleichzeitig ist die DMEXCO für uns weit mehr als eine Digitalmesse. Sie ist einer der Orte, an denen unsere Branche für zwei Tage ziemlich konzentriert zusammenkommt. Innerhalb zweieinhalb Tagen konnten wir einen großen Teil unserer Kunden, Partner:innen und potenziellen neuen Kund:innen treffen. Diese Frequenz persönlicher Begegnungen gibt es im normalen Agenturalltag kaum.
Wir als JOM waren sichtbar, haben innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Kund:innen persönlich getroffen, neue Kontakte geknüpft und konkrete Gespräche geführt. Vor allem haben wir ein gutes Gefühl dafür bekommen, welche Fragen Werbetreibende aktuell beschäftigen.
Ein besonderer Dank gilt dem gesamten JOM-Team. Hinter unserem Messeauftritt in Köln steckten Monate der Planung, Organisation und Zusammenarbeit. Alle, die vorbereitet, aufgebaut, Termine koordiniert, Gespräche geführt oder vor Ort improvisiert haben, haben zu unserem erfolgreichen Messeauftritt beigetragen.
Für uns steht schon jetzt fest: Wir sehen uns auf der DMEXCO 2027 wieder!

Autorin: Lisa Wilts, Marketing Managerin, JOM Group