Blogbeitragsreihe zum Thema Social Advertising I Teil 2: Pinterest
Seit 2025 verändert sich Social Advertising rasant. Klassische Kanäle wie Facebook und Instagram bekommen von innovativen Plattformen Konkurrenz, bei denen Authentizität und Nutzer:innenbindung im Mittelpunkt stehen. Wir beobachten verstärkt, dass „One-size-fits-all“-Konzepte nicht mehr greifen – Zielgruppen erwarten passgenaue Botschaften in Umfeldern, die ihren Lebenswelten entsprechen.
Im Zuge dessen möchten wir uns in einer kleinen Blogbeitragsreihe bestimmten Social-Media-Plattformen widmen, die eine rasante Entwicklung durchmachen und somit durchaus Potenzial für Marken bereithalten:
- BeReal steht für Authentizität im Zeitalter kuratierter Feeds – und bietet Marken Potenzial, um über native, aufmerksamkeitsstarke Werbeformate glaubwürdige Nähe zu einer jungen, hoch engagierten Zielgruppe aufzubauen.
- Pinterest entwickelt sich zunehmend zur KI-gestützten Visual-Discovery- und Search-Plattform, die Inspiration, Produktsuche und E-Commerce immer stärker miteinander verbindet.
- Snapchat setzt verstärkt auf immersive AR-Erlebnisse, KI-gestützte Personalisierung und interaktive Werbeformate, um Markenkommunikation erlebbarer und performanceorientierter zu gestalten.
- WhatsApp etabliert sich weiter als Plattform für Conversational Commerce und Business Messaging – mit neuen Werbemöglichkeiten, KI-gestützter Kundenkommunikation und direkter Integration in digitale Service- und Kaufprozesse.
Unsere zweite Social Media-Plattform: Pinterest
Pinterest: Visuelle Inspiration trifft Performance
Pinterest: Visuelle Inspiration trifft Performance
Pinterest hat sich auch 2026 als eine der spannendsten Plattformen im Social Advertising etabliert – insbesondere entlang visuell geprägter Customer Journeys. Die Plattform entwickelt sich zunehmend von einem digitalen Moodboard hin zu einer leistungsstarken KI-gestützten Visual-Search- und Discovery-Plattform, die Inspiration, Planung, Produktsuche und Shopping miteinander verbindet. Vor allem bei jüngeren Zielgruppen und der Gen Z gewinnt Pinterest weiter an Relevanz.
Besonders interessant ist Pinterest aus medienökonomischer Sicht: Die Plattform wächst kontinuierlich im Werbegeschäft und positioniert sich immer stärker als effizienter Performance-Kanal. Im direkten Plattformvergleich zeigt sich Pinterest häufig mit überdurchschnittlichen ROAS-Werten und vergleichsweise niedrigen Kosten pro Conversion – insbesondere in den Bereichen Fashion, Interior, Beauty, Food und Lifestyle.
Werbemöglichkeiten
Die Werbemöglichkeiten reichen inzwischen weit über klassische Bildanzeigen hinaus. Neben Video- und Karussellformaten gewinnen insbesondere automatisierte Shopping- und Performance-Kampagnen an Bedeutung. Unternehmen mit vollständig integrierten Produktkatalogen und optimierten Produktfeeds können ihre Produkte automatisiert in Shopping- und Performance-Kampagnen einbinden und gezielt entlang relevanter Such-, Discovery- und Shopping-Momente ausspielen. Pinterest hat sich aber längst nicht nur im Performance Marketing als relevanter Kanal etabliert, sondern bietet auch für Reichweitenkampagnen attraktive Möglichkeiten, um Marken aufmerksamkeitsstark zu inszenieren. Mit aufmerksamkeitsstarken Platzierungen wie Premiere Spotlight können sich Werbetreibende besonders prominent positionieren, um maximale Sichtbarkeit und Reichweite zu erzielen.
KI im Kampagnenmanagement
Ein zentraler Treiber der aktuellen Entwicklung ist der verstärkte Einsatz von KI im Kampagnenmanagement. Mit Lösungen wie „Performance+“ setzt Pinterest zunehmend auf automatisierte Aussteuerung, dynamische Zielgruppenoptimierung und KI-basierte Creative-Ausspielung. Performance+ automatisiert dabei unter anderem Targeting, Gebote, Budgets und Creatives. Dadurch lassen sich Kampagnen effizient skalieren und gleichzeitig stärker auf Conversion-Ziele optimieren.
Auch strategisch gewinnt Pinterest weiter an Bedeutung: Die Plattform wird zunehmend als Visual-Search- und Discovery-Medium genutzt – Nutzer:innen kommen nicht nur zur Inspiration, sondern mit konkreten Interessen, Planungs- oder Kaufabsichten. Für Marken eröffnet das die Möglichkeit, frühzeitig in Entscheidungsprozesse einzusteigen und langfristige Kaufimpulse zu setzen.
Media- und Kampagnenplanung
Für die Media- und Kampagnenplanung bedeutet das: Pinterest eignet sich heute sowohl für Awareness-Strategien als auch für performanceorientierte Kampagnen entlang des gesamten Funnels. Besonders erfolgreich sind kreative, visuell hochwertige Anzeigenformate mit saisonalem oder thematischem Bezug. Marken, die kontinuierlich präsent sind und auf eine Always-on-Strategie setzen, können bereits frühzeitig Kaufintentionen aufbauen und Kampagnen über längere Entscheidungszyklen hinweg optimieren.
Unser Fazit:
Pinterest bleibt 2026 ein oft unterschätzter, aber äußerst wirkungsvoller Bestandteil im Social-Media-Mix. Gerade für visuell starke Marken, E-Commerce-Unternehmen und Produkte mit Inspirationscharakter bietet die Plattform enormes Potenzial – von der ersten Inspiration über Search und Discovery bis zur Conversion.